Stier: Datum und Sternzeichen, die Erde, die hält

Geboren zwischen dem 20. April und dem 20. Mai, bewohnt der Stier den vollen Frühling, die Zeit, in der die Erde blüht und Wurzeln schlägt. Ein Erdzeichen unter der Herrschaft der Venus, das langsam liebt und lange hält. Hier findest du die genauen Daten des Stiers, das Porträt des Zeichens, seine Art zu lieben und die Tarotkarte, die seine Beständigkeit in Sinn verwandelt: Der Hierophant.

Stiervom 20. April bis zum 20. MaiErde-Zeichen

Stier: die Daten des Sternzeichens

Die Daten des Stiers gehen vom 20. April bis zum 20. Mai. Seine Jahreszeit ist der volle Frühling, der Augenblick, in dem der erste Aufbruch des Jahres sich beruhigt und in Fülle übergeht: Die Bäume tragen Blüten, die Erde wird warm und fruchtbar, und was der Widder entzündet hat, beginnt nun Frucht zu setzen. Genau das ist das Porträt des Zeichens. Der Stier wird geboren, wenn das Jahr aufhört zu rennen und anfängt zu wachsen, und er trägt diese Geduld der Wurzel in sich.

Fällt dein Geburtstag auf den Rand des Fensters, um den 20. und 21. April oder den 20. und 21. Mai, verschiebt sich die genaue Grenze von Jahr zu Jahr um einige Stunden, denn die Sonne wechselt nicht in jedem Frühling zur selben Zeit das Zeichen. In diesem Fall entscheidet nur das Geburtshoroskop, berechnet mit deiner genauen Geburtszeit und deinem Geburtsort. Ein Geburtstag weiter in der Mitte des Fensters lässt keinen Zweifel: Von Ende April bis Mitte Mai steht die Sonne im Stier.

Die Persönlichkeit des Sternzeichens Stier

Der Stier ist das zweite Zeichen des Tierkreises, ein fixes Erdzeichen unter der Herrschaft der Venus. Fixes Erde ist der Boden, der hält: nicht der Same, der aufgeht, sondern das Feld, das jahrelang trägt. Der Stier denkt in der Dauer, entscheidet in Ruhe und misstraut allem, was zu schnell verspricht. Wo andere gleich losstürmen, prüft er zuerst den Grund, und was er einmal aufgebaut hat, gibt er nicht mehr her.

Seine Stärken sind die der Beständigkeit: eine Treue, die keine Erklärung braucht, eine Geduld, die andere längst verloren hätten, und ein Gespür für das Schöne und Wirkliche, das Venus ihm schenkt. Der Stier genießt mit allen Sinnen, ohne Eile, und er verlässt sich lieber auf das, was er anfassen kann, als auf das große Versprechen. Wer ihn an seiner Seite hat, hat einen Menschen, der bleibt, wenn andere gehen.

Seine Schatten wachsen aus derselben Erde. Die Beständigkeit wird zur Sturheit, wenn die Welt sich wandelt und er sich nicht, die Geborgenheit zum Besitzdenken, wenn er Menschen mit Dingen verwechselt, und die Liebe zum Komfort lässt ihn manchmal in einer Lage bleiben, die er längst überwachsen hat. Die Lektion des Stiers ist die seiner eigenen Ernte: Auch der reichste Boden muss neu gepflügt werden. Loslassen ist keine Armut, es ist die Bedingung der nächsten Fülle.

Die Tarotkarte des Sternzeichens Stier: Der Hierophant

Der Hierophant
WerteBeständigkeitWeisheitZugehörigkeit

Die Tradition des Tarot stellt dem Stier Der Hierophant zur Seite, das fünfte große Arkanum. Eine Gestalt sitzt zwischen zwei Säulen, die Hand zum Segen erhoben, vor ihr zwei Schüler, die zuhören. Die Botschaft an das Zeichen ist tief vertraut: Deine Kraft ist das, was bleibt und weitergegeben wird. Der Hierophant ist die Venus des Stiers, ernst geworden, aus dem Genuss ist Wert geworden, aus dem Besitz Sinn. Er spricht von Wurzeln, von Zugehörigkeit, von dem Heiligen im Beständigen.

Der Hierophant lehrt den Stier, dass Dauer erst dann etwas wert ist, wenn sie einem Sinn dient. Erscheint diese Karte in einer Legung für einen Menschen dieses Zeichens, spricht sie fast immer von Werten, die getragen werden wollen, von einer Verbindung zu einer Tradition, einer Lehre, einer Gemeinschaft, oder von einer inneren Ordnung, die das Leben zusammenhält. Sie fragt nicht, ob du treu sein kannst, das steht außer Zweifel, sondern wofür deine Treue steht.

Umgekehrt gelesen, oder von Karten der Spannung umgeben, warnt Der Hierophant den Stier vor seiner Lieblingsfalle: dem Festhalten an einer Form, deren Sinn verloren ist. Die Regel, die nur noch Regel ist, die Gewohnheit, die für Werte gehalten wird, das Nein zu allem Neuen. Die Karte wird dann zum Spiegel und fragt: Hütest du gerade etwas Lebendiges, oder verteidigst du nur eine Mauer, weil du sie kennst?

Stier in der Liebe

In der Liebe ist der Stier die Beständigkeit in Person. Er wirbt langsam, aber er meint es ernst, und wenn er sich entscheidet, entscheidet er sich für lange. Er liebt mit den Sinnen und mit der Zeit: eine warme Gegenwart, verlässliche Gesten, ein Zuhause, in dem man ankommen kann. Halbe Bindungen sind ihm fremd. Wer von einem Stier geliebt wird, bekommt eine Treue, die keine großen Worte braucht, weil sie sich jeden Tag zeigt.

Seine Prüfung beginnt, wenn Nähe in Besitz kippt. Der Stier muss lernen, dass man einen Menschen nicht halten kann wie einen Garten, und dass Eifersucht selten schützt, sondern erstickt. Eine Tarotlegung ist für ihn genau dann wertvoll: Sie zeigt, ob eine Unruhe in der Verbindung von einer echten Gefahr spricht oder von seiner eigenen Angst vor Veränderung, zwei Lagen, die entgegengesetzte Antworten verlangen.

Wer einen Stier liebt, liest in den Karten oft denselben Schlüssel: Seine Ruhe ist kein Desinteresse, sie ist seine Sprache. Ein Stier, der bleibt, wenn es schwer wird, sagt damit mehr als jedes Versprechen. Wer ihm Sicherheit gibt, statt ihn zu drängen, gewinnt einen Menschen, der treuer ist, als seine Wortkargheit vermuten lässt.

Welche Frage du dem Tarot stellen solltest

Von sich aus stellt der Stier dem Tarot Fragen der Sicherheit: Ist es sicher, bleibt es, kann ich mich darauf verlassen? Es sind ehrliche Fragen, aber sie umgehen den Punkt, an dem dieses Zeichen wirklich wächst. Frag lieber: Was von dem, was ich halte, hält mich noch, wo verwechsle ich Sicherheit mit Stillstand, welchen Wert will ich wirklich leben und nicht nur bewahren? Solche Fragen machen aus dem Besitzer einen Hüter.

Die Quantenlegung antwortet im genauen Augenblick deiner Frage. Zehn Karten werden durch einen Quantenprozess in der Sekunde gezogen, in der deine Frage Gestalt annimmt, und so antwortet das Universum durch das Gewebe der Legung selbst. Deine Deutung trägt deine himmlische Signatur, dein Sonnenzeichen, deinen Lebensweg und dein persönliches Jahr, und verankert die Antwort in deinem Erdtemperament statt in Allgemeinplätzen.

Häufige Fragen

Von wann bis wann geht das Sternzeichen Stier?

Der Stier geht vom 20. April bis zum 20. Mai, im vollen Frühling. An den Grenztagen um den 20. April und den 20. Mai verschiebt sich der Übergang je nach Jahr um einige Stunden: Dort entscheidet nur das Geburtshoroskop mit genauer Geburtszeit und genauem Ort, denn die Sonne wechselt nicht jedes Jahr zur selben Stunde das Zeichen.

Welche Tarotkarte gehört zum Stier?

Die Karte des Stiers ist Der Hierophant, das fünfte große Arkanum. Er zeigt die Beständigkeit des Zeichens in ihrer reifen Form: nicht Besitz, sondern Sinn, nicht Gewohnheit, sondern gelebter Wert. Er erinnert den Stier daran, dass Treue erst dann etwas trägt, wenn sie einem Sinn dient, der über den Augenblick hinausreicht.

Welches Element hat der Stier?

Der Stier ist ein Erdzeichen, und zwar fixes Erde: der Boden, der jahrelang trägt, nicht der Same, der eben erst aufgeht. Jungfrau und Steinbock teilen sein Element, aber keiner von beiden trägt dieselbe sinnliche Ruhe und dasselbe Bedürfnis, dass alles seinen festen, warmen Platz hat.

Wie liebt ein Stier?

Langsam, treu und sinnlich. Der Stier wirbt ohne Eile, entscheidet sich für lange und zeigt seine Liebe in verlässlichen Gesten statt in großen Worten. Seine Prüfung ist das Loslassen: Er muss lernen, dass man einen Menschen nicht besitzen kann. Wer ihm Sicherheit schenkt, gewinnt einen der treuesten Partner des Tierkreises.

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